Berufsorientierung mit kniffligen Rätseln und kreativen Aufgaben
Womit beschäftigen sich Medienkaufleute oder IT-Fachinformatiker eigentlich den ganzen Tag? Diese und weitere Berufsbilder konnten 37 Schülerinnen und Schüler im Alter von 11 bis 16 Jahren aus Augsburg und der Region Aichach-Friedberg beim diesjährigen Girls‘ Day und Boys‘ Day bei der FORUM MEDIA GROUP in Merching kennenlernen. Die internationale Mediengruppe öffnete am 23. April ihre Türen, um Jugendlichen einen praxisnahen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen.
Kurz-Workshops zu verschiedenen Tätigkeitsbereichen
Isabella Fetzer, Head of People and Culture, begrüßte die Teilnehmenden herzlich und erläuterte den Ablauf des Tages. Anschließend gewährte Claudia Schönborn, stellvertretende CFO der Gruppe, Einblick in die Geschichte von Forum – von den ersten Anfängen als 2-Mann-Betrieb bis zur heutigen internationalen Mediengruppe. Danach sorgte ein Warm-up-Spiel zum Thema Berufsfindung für einen lockeren Einstieg und brachte die Jugendlichen miteinander ins Gespräch.
Wie der Arbeitsalltag bei FORUM aussieht, wie das Bewerbungsverfahren lief und welche Fähigkeiten man mitbringen sollte, schilderten anschließend drei Auszubildende, eine Umschülerin und eine dualen Studentin der Gruppe. Die Jugendlichen erhielten so authentische Einblicke in verschiedene Berufsbilder wie Medienkaufleute, Fachinformatiker in Anwendungsentwicklung und Systemintegration sowie das duale Studium bei Forum.
Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit dem Herzstück des Tages: sechs spannenden Kurz-Workshops, bei denen die Jugendlichen in kleinen Gruppen praktische Aufgaben aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern bearbeiteten. Kreativität war bei den Stationen Produktentwicklung und Marketing gefragt. Dort entwickelten die Gruppen neue Geschäftsideen – wie einen Podcast zur Gesundheitsförderung für Lehrkräfte und eine hilfreiche App für Hundebesitzer im Seniorenalter. Anschließend gestalteten sie Werbeposter für ihre Produkte. An der Station Office-Management und E-Commerce mussten die Jugendlichen den Arbeitsalltag organisieren, während sie bei der IT-Anwendungsentwicklung knifflige Codes knackten und bei der IT-Systemintegration versuchten, Fehler im System zu finden. An der sechsten Station konnten alle einen eigenen Lebenslauf erstellen und erhielten dabei Insidertipps aus der Abteilung People and Culture.

Aufgaben lösen, kreative Plakate gestalten und die eigenen Fähigkeiten einschätzen – das stand beim Girls‘ Day und Boys‘ Day 2026 im Mittelpunkt.
Berufsorientierung durch Selbsteinschätzung
An jeder Station stand dabei die Berufsorientierung im Mittelpunkt. Zu Beginn erhielten alle Teilnehmenden einen Selbsteinschätzungsbogen mit Aussagen zu den verschiedenen Kurz-Workshops. Anhand derer konnten alle Jugendlichen einstufen, wie sehr ihnen die jeweiligen Aufgaben lagen und woran sie am meisten Spaß hatten. Am Ende ergab sich so für jeden Teilnehmer und jede Teilnehmerin ein grobes Bild, ob die Berufsfelder bei der Mediengruppe zu den eigenen Vorlieben und Fähigkeiten passen und wenn ja, welche Berufe sich am besten eignen.
Den Schlusspunkt bildete die Präsentation der entstandenen Produktideen und Plakate. Jede Gruppe stellte ihr Projekt und Werbeposter vor. Die innovativen Ideen sorgten dabei für Begeisterung und die manchmal etwas ungewöhnlichen Begründungen, was das Produkt besonders macht, führten auch zum einen oder anderen Lacher. „Es war toll zu sehen, wie konzentriert und interessiert die Jugendlichen an die Fragestellungen herangegangen sind und auch Aufgaben angenommen haben, die außerhalb der eignen Komfortzone liegen. Besonders beeindruckt haben mich die kreativen Ideen, die die Schülerinnen und Schüler in kürzester Zeit im Team entwickelt haben“, sagt Isabella Fetzer, die den Girls‘ Day und Boys‘ Day in diesem Jahr organisierte.
Die lebendige Atmosphäre, der intensive Austausch mit den Auszubildenden sowie die abwechslungsreichen Aufgaben sorgten für viel Begeisterung bei den Teilnehmenden. Nach vier Stunden endete am Mittag der Berufsorientierungstag mit vielen neuen Impulsen und einer klareren Vorstellung von möglichen Ausbildungswegen und Berufen.
